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Domenica, 28 Maggio 2017
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Das jüdische Ghetto

Diejüdische Gemeinde von Cento existierte nachweislich bereits 1390.
Eine ausgesprochene Blütezeit erlebte sie im sogenannten Jahrhundert der Este (16. Jh.), nachdem sich eine große Gruppe sepharditischer Juden auf der Flucht aus Spanien in der Stadt niedergelassen hatte.
Nach der Rückgabe des Herzogtums Ferrara an den Kirchenstaat wurden die Juden wie zuvor in Ferrara von der christlichen Bevölkerung isoliert. 1636 richteten die päpstlichen Legaten mitten im Zentrum der Stadt ein Ghetto ein, das mehr als zwei Jahrhunderte als solches existierte.
Erst 1859 wurden die Tore des Ghettos beseitigt und die Juden den anderen Italienern rechtlich gleichgestellt.
Infolge einer allgemeinen Wirtschaftskrise in Italien gegen Ende des 19. Jh. wurde die jüdische Gemeinde von Cento aufgelöst bzw. mit der Gemeinde von Ferrara vereinigt. Viele Möbel und Kultgegenstände wurden in die Synagoge von Ferrara gebracht, wo sie noch immer zu sehen sind.
Das ehemalige Ghetto ist heute völlig restauriert.
Es besteht aus einer schmalen Häuserreihe an drei miteinander in Verbindung stehenden Innenhöfen.
Der schönste dieser Höfe ist der mittlere, in dem man einige wundervolle Balkone aus dem 18. Jh. bewundern kann.

Aus der aktiven jüdischen Gemeinde stammten die Großeltern von Benjamin Disraeli, dem Premierminister der Königin Victoria von England.

 
 
 
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